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Bertolt Brecht Gymnasium

Landeshauptstadt
Dresden

Zeitraum2017
NFca. 6.500 m²
Kosten9,3 Mio. €

Planungsbeteiligte    

ARGESCHULZ+
UHLEMANN
Architekten GmbH

Ersatzneubau Nebengebäude
für das Bertolt-Brecht-Gymnasium, Dresden - VgV-Verfahren


Entsprechend der städteplanerischen Vorgaben wird der Schulneubau an der Dürerstraße eingeordnet. Durch den Versatz der beiden Gebäudeflügel entsteht an der nordwestlichen Gebäudeseite eine Vorplatzsituation, die den öffentlichen Schuleingang an der Dürerstraße markiert. Die gestaffelte Anordnung der umliegenden Bauwerke entlang der Straße wird dabei durch den Neubau aufgenommen. Die an dieser Stelle vorhandenen Bäume bilden eine natürliche grüne Barriere zum Straßenraum und sorgen für eine intime Atmosphäre.
In Analogie zu dem beschriebenen öffentlichen Vorplatz mit Schuleingang  wird auf der Südostseite des Neubaus ein interner Schulhof ausgebildet, der die platzräumliche Verbindung zum Hauptgebäude herstellt. Die Sporthalle, der Neubau und das Bestandsschulgebäude  wurden im Campus freistehend eingeordnet. Alle drei Gebäude werden durch das zwischen Sporthalle und Hauptgebäude verlaufende grüne Band aus Bestandsbäumen verbunden, die den Schulhof südlich begrenzen und den Weg entlang der Freispielflächen flankieren.
Freianlagen
Durch die Gebäudeform des Neubaus und dessen Einordnung auf dem Grundstück gelang es, die erforderlichen Fällungen auf einen einzigen Bestandsbaum zu begrenzen. Entlang der Dürerstraße gelingt der Erhalt sämtlicher Bäume. Die auf dem neuen Vorplatz befindlichen Bestandsbäume werden dabei mit Sitzpodesten gefasst, die zum Verweilen einladen und die Bäume vor Beschädigung schützen.  Der Versatz der beiden Gebäudeflügel ermöglicht den Erhalt von zwei der drei freistehenden Bestands-bäume auf dem Schulhof. Der von Ost nach West verlaufende Grünzug bleibt unangetastet.

Der Baukörper wird durch zwei gegeneinander versetzt angeordnete Gebäudeflügel gebildet, die durch eine transparente Erschließungszone verbunden werden. Im Erdgeschoss reagiert der Neubau damit auf die Wegebeziehung vom Schuleingang an der Dürerstraße über den Schulhof zum Eingang des Hauptgebäudes in Nord-Süd-Richtung. In den Ebenen 1-3 verbindet die transparente Erschließungszone beide Gebäudeflügel und bietet als kommunikatives Zentrum mit der hier angebundenen Cafeteria und den Bibliotheken auch Rückzugsorte für selbständiges Lernen.
Entsprechend der Aufgabenstellung wurden Raumcluster ausgebildet. Im westlichen Gebäudeflügel wurden die Klassenzimmer angeordnet, während der östliche Gebäudeflügel den Fachkabinetten vorbehalten bleibt. Die Unterrichtsräume werden dabei im Wesentlichen von Osten oder Westen belichtet. In den Kernbereichen um die zentrale Erschließungszone befinden sich sind neben den Sanitärbereichen auch die Garderoben mit den Schließfächern.

Die Fassaden des viergeschossigen Baukörpers werden mit vorgehängten hinterlüfteten Fassadenkonstruktionen bekleidet, die im Erdgeschoss mit einer Werksteinbekleidung versehen werden soll und in den Obergeschossen verputzt ausgeführt wird. Die drei Obergeschosse ruhen auf dem Sockelbereich des Erdgeschosses, das durch seine großformatigen Öffnungen und die wertige Materialität der Fassadenbekleidung eine Betonung erfährt.
Die liegenden Fensterformate der Unterrichtsräume unterstreichen die Horizontalität der Fassadengestaltung und sind erst auf den zweiten Blick in Öffnungsflügel und festverglaste Elemente unterteilt.
Die zentrale Erschließungszone stellt sich als lichtdurchflutetes Gelenk zwischen dem östlichen und dem westlichen Gebäuderiegel dar. Sie wird nach außen hin vollverglast und erhält im Dach ein Oberlicht, das über Deckenöffnungen für eine natürliche Belich-tung der innenliegenden Bereiche in allen Ebenen sorgt.