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Museum Annaberg

Große Kreisstadt
Annaberg-Buchholz

Zeitraum2016
NF415 m²
Kosten2,7 Mio. €

Planungsbeteiligte    

Christoph Hein
Landschafts-
architekt

 

 

Technisches Museum FROHNAUER HAMMER, Annaberg-Buchholz - Wettbewerb

Das neue Besucherzentrum wirkt als Solitär neben dem bestehenden Herrenhaus, ist aber mit diesem verbunden.

Die Positionierung des Neubaus nördlich des Herrenhauses ermöglicht eine Konzentration der Angebote in dem räumlichen Dreieck Herrenhaus – Hammer – Besucherzentrum. Dem Besucher der Museumsanlage bietet sich so ein strukturiertes und doch variabel gestaltbares Erlebnis der Teilbereiche. Die Straßenüberquerungen über die Staatsstraße können minimiert und der Museumsbesuch damit sicherer gestaltet werden.

Geometrisch entwickelt sich der Neubau aus dem Schreckenberg heraus. Zwei Volumina fügen sich über einem Sockel zusammen und lehnen sich an den Berg an. Der Baukörper schafft durch seine Gestaltung zwei Hauptaussichten, die das Besuchererlebnis prägen und leiten. Mit Blick gen Süden – erlebt der Besucher das Herrenhaus, die Aussicht gen Westen ist auf die Hammerlinde und die neu gestaltete Parkfläche entlang des Flusstales der Sehma ausgerichtet. Der Baukörper spiegelt diese Orientierungen sowohl durch seine äußere Gestalt wieder, als auch durch die innere Struktur, die den Blick der Besucher auf die Umgebung lenkt.

Die Akzentuierung des neu integrierten Baukörpers markiert den zentralen Anlaufpunkt für alle Besucher. Auf den gegenüber dem Gehweg erhöhten Vorplatz führt neben einer bequem begehbaren Treppe eine in die Platzgestaltung sensibel integrierte Rollstuhlhebebühne. Von hier aus ist der ebene Zugang zum Museum und zum Restaurant gegeben. Der Vorplatz als attraktiver und urbaner Aufenthaltsbereich ist sowohl dem Besucherzentrum als auch dem Restaurant zugeordnet. Er lädt zum Verweilen vor, nach und unabhängig vom Museumsbesuch ein.