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Festspielhaus Hellerau, Kaserne West

Landeshauptstadt Dresden

BGF3.500 m²
BRI13.100 m³
Lph6-9
1.BA
Zeitraum2000 - 2004
Kosten2,9 Mio. €
2.BA
Zeitraum2012 - 2016
Kosten2,9 Mio. €

 
Planungsbeteiligte    

ArchitektMeier-Scupin &
Partner München
StatikKUS Dresden
HLSB.A.C. Dresden
Brand-IB Hartmann
schutzDresden

 

 

Umfassende Sanierung und Umnutzung zum Bürogebäude, Ausbau des Dachgeschosses zu Unterkünften und zur Probebühne

Mit der Nutzung des Festspielhauses als Polizeikaserne durch die Nazis ab 1937 waren wesentliche bauliche Veränderungen des Areals verbunden: die größeren Pensionshäuser, die den Urnenfeldweg und den heutigen Heinrich-Tessenow-Weg flankierten wurden abgerissen und der Vorplatz durch die Errichtung zweier Kasernenflügel baulich abgeriegelt.

Teile des westlichen Kasernenflügels wurden in einem ersten Bauabschnitt in den Jahren 2000 bis 2004 als Nebengebäude des Festspielhauses Hellerau hergerichtet, um die Verwaltung des Festspielhausbetriebes aufzunehmen. Dazu war eine grundlegende Sanierung des stark baufälligen Daches, der Fußböden, aller Wandund Deckenoberflächen, Fenster und Türen sowie der Kellerwände des Gebäudes notwendig. Der Außenputz wurde aufwändig denkmalgerecht wiederhergestellt, die Bodenaufbauten mit Gussasphaltestrich erneuert, der in Foyer- und Flurbereichen als Terrazzo ausgeführt wurde. In den Büroräumen wurde Parkett verlegt, die Werksteintreppen und deren Sockelputze wurden gesäubert und ergänzt. Die gesamte Haustechnik war ebenfalls zu erneuern und mit dem Hauptgebäude des Festspielhauses zu verbinden.

Für den Gastspielbetrieb des Festspielhauses Hellerau wurden im zweiten Bauabschnitt der südliche Teil des Dachgeschosses zu Unterkünften und der nördliche Teil zu einer Probebühne für die angereisten Künstler ausgebaut. Die im ersten Bauabschnitt gesetzten Qualitäten im Innenausbau wurden konsequent aufgenommen und in den hochwertigen Einbaumöbeln der Zimmer weiterentwickelt. Im nördlichen Gebäudeteil wurden im Obergeschoss weitere Büroräume ausgebaut und das Treppenhaus hergerichtet. Die Räume am zentralen Foyer im Erdgeschoss wurden zum Besucherzentrum erweitert. Eine Außentreppe und Pergolen verbinden das Gebäude nun mit den Pensionshäusern am Vorplatz des Festspielhauses.